Der größte Nutzen des iPhone Duo im Beruf ist Multitasking: Auf dem aufgeklappten 7,6-Zoll-Bildschirm laufen erstmals auf einem iPhone zwei Apps nebeneinander – etwa die Mail links und der Kalender rechts. Das funktioniert allerdings nur im Querformat, und viele Apps sind noch nicht an das neue Format angepasst. Wer das Gerät für die Arbeit nutzt, sollte die wichtigsten Handgriffe kennen und die eigenen Apps vorab prüfen.

Wie öffne ich zwei Apps nebeneinander?

Split View, wie Apple die Funktion nennt, funktioniert nach einer Anleitung von heise so:

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  1. Gerät aufklappen und quer halten.
  2. Die erste App öffnen, dann vom unteren Rand nach oben wischen und etwa auf halber Höhe innehalten.
  3. Die App an den linken oder rechten Rand ziehen. Auf der anderen Seite erscheint der Home-Bildschirm.
  4. Dort die zweite App öffnen – sie füllt die freie Hälfte.

Schneller geht es über den Home-Bildschirm: App-Symbol lange drücken und „In Split View öffnen“ wählen. Um die Seiten zu tauschen, wischen Sie wieder bis zur Mitte und ziehen das Fenster auf die andere Seite.

Drei Funktionen, die im Arbeitsalltag Zeit sparen

  • App-Paare speichern: Ein Tipp auf die Trennlinie zwischen zwei Apps koppelt sie. Öffnen Sie danach eine der beiden, erscheint die andere automatisch daneben. Sinnvoll für feste Arbeitsabläufe wie Mail und Kalender oder Teams-Chat und Notizen.
  • Zwei Fenster derselben App: Bei Mail und Safari lässt sich ein zweites Fenster öffnen, indem man nach dem ersten Fenster noch einmal auf das App-Symbol tippt. Praktisch, um eine Antwort zu schreiben und gleichzeitig eine ältere Nachricht im Blick zu behalten.
  • Inhalte hinüberziehen: Fotos, Dokumente oder Text lassen sich laut Apple direkt von einer App in die andere ziehen, etwa ein Bild aus der Fotomediathek in eine E-Mail.

Wo liegen die Grenzen?

Im Hochformat gibt es kein echtes Nebeneinander. Möglich ist dort nur, ein Video als kleines Fenster über einer anderen App laufen zu lassen. Auch im Querformat bleibt es bei zwei Apps; eine dritte kann nur als Videofenster mitlaufen.

Hinzu kommt die Anpassung der Apps. Programme, die mit älteren Entwicklungswerkzeugen gebaut wurden, lassen aufgeklappt breite Streifen an den Seiten frei. Testern fiel zudem auf, dass Safari auf dem großen Bildschirm häufig die Mobilversion statt der Desktopansicht von Webseiten zeigt. Eine weitere Einschränkung betrifft Europa: Die neue KI-Version von Siri, die Apple neben einer geöffneten App bewirbt, ist nach Apples Angaben in der EU zunächst nicht verfügbar.

Zubehör für das mobile Büro

Für Videocalls hat Apple eine Kamera unter dem Innenbildschirm eingebaut; aufgestellt lässt sich das Gerät freihändig nutzen. Die als Zubehör erhältliche Hülle mit Ständer erlaubt verschiedene Winkel zum Lesen und Telefonieren. Den Apple Pencil mit USB-C will Apple für Notizen und Anmerkungen auf beiden Bildschirmen noch in diesem Jahr unterstützen. Zur Akkulaufzeit nennt Apple bis zu 24 Stunden Videowiedergabe, wenn beide Bildschirme gleichmäßig genutzt werden.

Wer das Gerät überwiegend unterwegs nutzt, sollte die Regeln seines Arbeitgebers zur mobilen Arbeit kennen – etwa zum Umgang mit vertraulichen Daten in Zug und Café. Auf einem aufgeklappten Bildschirm dieser Größe lesen Sitznachbarn leichter mit als auf einem normalen Smartphone.

Was Arbeitgeber jetzt wissen sollten

  • Apps vor dem Rollout testen: Apple weist Entwickler darauf hin, dass Apps auf dem Innenbildschirm skaliert werden, auch in Split View. Hausanwendungen wie Zeiterfassung, Spesen oder CRM sollten auf dem Format geprüft werden, bevor Geräte beschafft werden.
  • Datenschutz unterwegs: Der große Bildschirm macht Sichtschutzfolien und klare Regeln für das Arbeiten in der Öffentlichkeit sinnvoller als beim normalen Smartphone.
  • Entsperren per Fingerabdruck: Das iPhone Duo hat kein Face ID, sondern Touch ID im Seitenknopf. Sicherheitsrichtlinien und Schulungen sollten das berücksichtigen.
  • Kein Ersatz für den Laptop: Für Lesen, Abstimmen und kurze Antworten unterwegs eignet sich das Gerät gut. Für längere Texte und Tabellen bleibt der Rechner das bessere Werkzeug.

Wo es das Gerät trotz Engpass noch gibt, steht in unserem Überblick zu Preisen und Bezugsquellen; warum es derzeit so begehrt ist, in unserer Analyse zum Hype um das iPhone Duo.