Das iPhone Duo ist das gefragteste Smartphone dieses Herbstes. Apples erstes faltbares iPhone war nach dem Vorbestellstart am 16. Oktober 2026 binnen Minuten vergriffen; wer heute bestellt, bekommt es in Deutschland laut Apple Online Store erst Ende Januar 2027. Analysten von Bloomberg Intelligence rechnen damit, dass Apple im laufenden Geschäftsjahr rund 14 Millionen Geräte verkaufen will. Der Ansturm hat Gründe – und er erreicht inzwischen auch die Frage, welches Diensthandy Beschäftigte bekommen.
Was ist neu am iPhone Duo?
Faltbare Smartphones gibt es von anderen Herstellern seit Jahren. Neu ist, dass Apple nun selbst eines anbietet – und damit Millionen iPhone-Nutzer erreicht, die ihr System nicht wechseln wollen. Das Gerät lässt sich wie ein Buch aufklappen. Laut Apple ist der Innenbildschirm mit 7,6 Zoll um die Hälfte größer als beim iPhone 18 Pro Max; zugeklappt bleibt ein 5,4-Zoll-Bildschirm für den Alltag.
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Der eigentliche Unterschied liegt in der Software: Zum ersten Mal laufen auf einem iPhone zwei Apps nebeneinander. Dazu kommen zwei Akkus, ein Gehäuse aus Titan und Schutz gegen Wasser und Staub nach IP68. Das Gerät wiegt nach einem Test von 9to5Mac, über den Mac Life berichtet, 254 Gramm.
Wie groß ist der Ansturm wirklich?
Apple nennt keine Verkaufszahlen. Das Unternehmen sprach laut Bloomberg lediglich von einer außergewöhnlichen Nachfrage. Bemerkenswert ist der Vergleich, den die Financial Times zieht: Lieferzeiten von mehreren Monaten gab es bei einem neuen iPhone zuletzt 2022 beim iPhone 14 – damals wegen der Corona-Lockdowns in chinesischen Fabriken. Ob heute die Nachfrage oder die Fertigung der Engpass ist, lässt Apple offen. Bloomberg-Reporter Mark Gurman kritisierte, Apple habe den Start trotz absehbarer Knappheit durchgezogen.
Knappheit verstärkt Begehrlichkeit. Wer eines der wenigen Geräte ergattert, zeigt es – und genau das treibt die Nachfrage weiter.
Was sagen die ersten Tests?
Die Bewertungen sind überwiegend positiv, aber nicht ohne Einwände. Gelobt werden das stabile Scharnier, der entspiegelte Innenbildschirm und die Leistung des A20-Pro-Chips. Nach einem normalen Tag blieben im Test rund 20 Prozent Akku übrig. Kritisiert werden:
- Kein Face ID: Entsperrt wird per Fingerabdruck im Seitenknopf.
- Kamera: Die Hauptkamera reicht nicht an die des iPhone 18 Pro heran, ein eigenes Teleobjektiv fehlt.
- Falz: Im Alltag kaum sichtbar, bei ungünstigem Licht aber zu sehen und beim Wischen zu spüren.
- Apps: Viele Apps sind noch nicht an das Format angepasst und zeigen schwarze Ränder.
- Preis: Ab 2.299 Euro ist es eines der teuersten Smartphones auf dem Markt – für ein Gerät der ersten Generation, dessen Haltbarkeit über Jahre noch niemand kennt.
Wo es das Gerät trotz Engpass noch gibt, haben wir in unserem Überblick zu Preisen und Bezugsquellen zusammengestellt.
Warum der Hype in der Personalabteilung ankommt
Smartphones sind längst ein sichtbarer Teil der Ausstattung – ähnlich wie der Dienstwagen. Wer ein neues Statusgerät auf dem Markt sieht, fragt beim Arbeitgeber nach. Für Unternehmen ist das eine Chance und ein Risiko zugleich: Ein begehrtes Gerät kann die Bindung stärken, eine willkürliche Vergabe aber Unmut im Team auslösen.
Eine einfache Rechnung zeigt die Dimension: Stattet ein Betrieb zehn Führungskräfte mit dem iPhone Duo statt mit einem Standardmodell zum halben Preis aus, entstehen Mehrkosten von mehr als 11.000 Euro – ohne Zubehör und Reparaturschutz.
Was Arbeitgeber jetzt wissen sollten
- Nach Funktion vergeben, nicht nach Wunsch: Eine Geräterichtlinie mit klaren Kategorien – etwa Standard, Außendienst, Management – macht Entscheidungen nachvollziehbar und beugt Diskussionen über Gleichbehandlung vor.
- Steuerlich günstig: Die private Nutzung eines betrieblichen Smartphones bleibt nach § 3 Nr. 45 EStG steuerfrei, wenn das Gerät dem Arbeitgeber gehört. Das macht ein hochwertiges Diensthandy zu einem attraktiven Baustein neben anderen steuerfreien Zusatzleistungen.
- Erst testen, dann ausrollen: Betriebliche Apps sollten auf dem neuen Format geprüft werden, bevor Geräte in größerer Zahl beschafft werden.
- Geduld einplanen: Wegen der Lieferzeiten ist eine Beschaffung vor 2027 kaum planbar. Zusagen an Mitarbeiter sollten das berücksichtigen.