Hat das faltbare iPhone Duo die Apple-Aktie nach oben getrieben? Zum Teil. Am Tag nach der Vorstellung des Geräts am 9. September 2026 stieg das Papier an der Nasdaq um gut dreieinhalb Prozent. Die Rekordserie im Oktober erklären Marktbeobachter aber auch mit Apples vorsichtigem Kurs bei Künstlicher Intelligenz. Ob der Hype trägt, sollen die Zahlen zum vierten Geschäftsquartal zeigen, die Apple am heutigen Montag, 2. November, vorlegen will. Für Arbeitgeber zählt dabei vor allem eine Frage: Was kosten Diensthandys 2027?

Wie hat die Börse auf das iPhone Duo reagiert?

Apple hat das iPhone Duo als erstes faltbares iPhone vorgestellt, in den USA ab 1.999 US-Dollar. Laut Apple konnte man es in Deutschland ab dem 16. Oktober vorbestellen, im Handel ist es seit dem 23. Oktober. Laut finanzen.net schloss die Aktie am Donnerstag nach der Präsentation bei 326,57 US-Dollar, am Freitag stieg sie zeitweise auf 332,77 US-Dollar. Die Analysten waren uneins: Die Citigroup sieht ein Kursziel von 365 US-Dollar, Needham blieb bei „Halten“.

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Am 13. Oktober erreichte die Aktie laut boerse.de mit 308,25 Euro ein Allzeithoch, das 27. Rekordhoch des Jahres. Erstmals lag der Börsenwert auf Schlusskursbasis über fünf Billionen Dollar. Zur gleichen Zeit verloren viele KI- und Chipwerte deutlich. Das spricht dafür, dass nicht nur das neue Gerät hinter dem Anstieg steht.

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Wie viel Euphorie ist schon im Kurs?

S&P Global zufolge, wie ad-hoc-news am 30. Oktober berichtete, liegt die Aktie seit Jahresbeginn 27,5 Prozent im Plus. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Gewinnerwartung für 2027 beträgt 33. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 342 US-Dollar. Daraus ergibt sich rechnerisch ein Rückgang von 1,3 Prozent. Für das abgelaufene Quartal erwarten die Analysten einen Umsatz von 113,6 Milliarden US-Dollar, davon 56,4 Milliarden aus dem iPhone. Zum Vergleich: Im dritten Quartal hatte Apple nach eigenen Angaben 109,4 Milliarden US-Dollar umgesetzt, 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Es gibt auch skeptische Stimmen. Am 20. Oktober stufte Loop Capital die Aktie von „Kaufen“ auf „Halten“ herab und senkte das Kursziel von 370 auf 330 US-Dollar. Als Gründe nannte die Bank steigende Speicherpreise und Druck auf die Marge. Der erste Vorrat an iPhone Duos war nach dem Verkaufsstart schnell weg. Oppenheimer schätzt aber, dass Apple in diesem Jahr nur 8 bis 10 Millionen Geräte liefern kann. Faltbare Smartphones machen bislang nur rund zwei Prozent des weltweiten Smartphone-Absatzes aus. Ob die Aktie weiter steigt, kann niemand verlässlich vorhersagen. Dieser Beitrag ist keine Anlageempfehlung.

Warum das Thema auch Personalabteilungen betrifft

Die Preise steigen. Das iPhone 18 Pro kostet in den USA ab 1.199 US-Dollar und damit 100 Dollar mehr als das Vorjahresmodell. Das iPhone Duo kostet 800 Dollar mehr als das 18 Pro. Ein Beispiel: Will ein Betrieb 20 Beschäftigte mit dem Duo statt mit dem 18 Pro ausstatten, zahlt er nach US-Listenpreisen 16.000 Dollar mehr. In Deutschland gelten andere Preise, an der Größenordnung ändert das wenig. Laut finanzen.net hat Apple die gestiegenen Speicherkosten nicht einmal ganz an die Kunden weitergegeben. Die nächste Preisrunde könnte also teurer werden.

Was Arbeitgeber jetzt wissen sollten

  • Hardwarebudget 2027 prüfen: Wer mit den Preisen von 2025 plant, unterschätzt wegen der Speicherkosten vermutlich die Ausgaben für neue Geräte.
  • Regeln für Diensthandys festlegen: Legen Sie schriftlich fest, welche Modelle es für welche Funktion gibt. So vermeiden Sie Einzelfallentscheidungen, wenn Beschäftigte ein Falthandy wollen. Welche Rolle das neue iPhone im Arbeitsalltag spielt, lesen Sie in unserem Beitrag zum iPhone-Duo-Hype.
  • Mit Lieferengpässen rechnen: Das Angebot ist knapp. Wer Geräte für Neueinstellungen im Januar braucht, sollte rechtzeitig bestellen oder ein Ersatzmodell einplanen.
  • Quartalszahlen abwarten: Apples Ausblick auf das Weihnachtsquartal zeigt, ob die Lieferprobleme kleiner werden und wie sich die Preise entwickeln.