Ohne Ausbildung kein Stapler: Wer in Deutschland einen Gabelstapler im Betrieb fahren soll, muss dafür ausgebildet, geeignet und vom Arbeitgeber schriftlich beauftragt sein. Das Deutsche Weiterbildungszentrum (DWZ) mit Sitz in Duisburg bietet diese Ausbildung zusammen mit weiteren Maschinen- und Sicherheitsschulungen an – mit einem Modell, das Theorie und Praxis trennt: Die Theorie lernen Teilnehmer online, die Praxis findet an der Maschine statt, auf Wunsch direkt im eigenen Betrieb.

Warum Arbeitgeber die Schulung brauchen

Die Pflicht ergibt sich aus dem Arbeitsschutz. Die Unfallverhütungsvorschrift für Flurförderzeuge (DGUV Vorschrift 68) verlangt, dass nur ausgebildete und beauftragte Beschäftigte Stapler mit Fahrersitz oder Fahrerstand steuern; wie die Ausbildung aufgebaut sein soll, beschreibt der DGUV Grundsatz 308-001 („Qualifizierung und Beauftragung der Fahrerinnen und Fahrer von Flurförderzeugen“). Die Beauftragung muss schriftlich erfolgen. Hinzu kommt die regelmäßige Unterweisung: Nach § 12 Arbeitsschutzgesetz müssen Arbeitgeber ihre Beschäftigten ausreichend und angemessen unterweisen, in der Praxis mindestens einmal jährlich. Welche Pflichten und Intervalle dabei gelten, haben wir in unserem Ratgeber zu Unterweisungen im Arbeitsschutz zusammengefasst.

Theorie online, Praxis vor Ort

Das DWZ setzt auf ein kombiniertes Modell. Die Theorie absolvieren Teilnehmer digital – nach Angaben des Unternehmens in mehr als zwölf Sprachen und zeitlich flexibel. Das soll vor allem Betrieben mit internationalen Teams helfen, in denen nicht alle Beschäftigten sicher Deutsch sprechen. Die praktische Ausbildung erfolgt anschließend direkt am Gerät, entweder an einem Standort des DWZ oder als Inhouse-Schulung beim Kunden. Unternehmen sparen damit Anfahrten und können Schulungen in den Schichtbetrieb einplanen.

Was angeboten wird

Neben dem klassischen Gabelstaplerschein umfasst das Angebot unter anderem:

  • Stapler-Ausbildung Stufe 2 für Hochregal- und Schubmaststapler
  • Teleskopstapler, Hubarbeitsbühnen und Erdbaumaschinen wie Bagger und Radlader
  • Kranschein für Turmdrehkrane und weitere Krane
  • Ladungssicherung und RSA-21-Schulungen für Arbeitsstellen an Straßen
  • jährliche Unterweisungen für Stapler, Teleskoplader, Hubarbeitsbühnen, Krane, Ladungssicherung und Erdbaumaschinen als Online-Schulung

Förderung über den Bildungsgutschein

Das DWZ ist nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zertifiziert. Das ist Voraussetzung dafür, dass Kurse über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden können. Für Arbeitgeber, die Beschäftigte weiterqualifizieren wollen, kommen zudem die Förderprogramme der Bundesagentur in Betracht – einen Überblick gibt unser Beitrag dazu, wie die Bundesagentur für Arbeit die Weiterbildung Beschäftigter fördert.

Was Arbeitgeber jetzt wissen sollten

  • Fahrausweis und schriftliche Beauftragung gehören zusammen: Die Ausbildung allein berechtigt noch nicht zum Fahren im Betrieb.
  • Unterweisungen sollten dokumentiert und mindestens jährlich wiederholt werden – auch bei erfahrenen Fahrern.
  • Bei mehrsprachigen Teams lohnt es sich zu prüfen, ob die Theorie in der Muttersprache der Beschäftigten angeboten wird.
  • Kommt es doch zu einem Unfall, gelten eigene Meldepflichten – mehr dazu in unserem Beitrag zur Meldung von Arbeitsunfällen an die Berufsgenossenschaft.

Über das Deutsche Weiterbildungszentrum

Das Deutsche Weiterbildungszentrum hat seine Zentrale in Duisburg und ist bundesweit tätig. Personalblatt ist eine Marke der Deutsches Weiterbildungszentrum GmbH. Kurse, Termine und Inhouse-Angebote stehen auf deutsches-weiterbildungszentrum.de.